justamyth: (Default)
Mit dem Bewertungssystem orientiere ich mich momentan grundsätzlich an Goodreads.

5/5 wäre dann ein wirklich gutes Buch
4/5 wäre ein Buch mit einigen Schwächen
3/5 wäre ein Buch mit einigen Stärken
2/5 wäre ein Buch, das man vielleicht lieber überspringen sollte
1/5 wäre ein Buch, von dem man definitiv lieber die Finger lässt

Aber Bewertungen sind immer so eine Sache. Ich habe auf Goodreads z.B. dem 6. Band der Harry Potter Reihe nur einen Stern gegeben. Nicht weil das Buch wirklich so schlecht ist, sondern weil ich einfach dermaßen davon gelangweilt und enttäuscht war. Im Vergleich dazu habe ich jedem Band der ASOIF-Reihe ganze 5 Sterne gegeben, nicht weil sie so perfekt sind, sondern weil ich die Reihe einfach dermaßen genossen habe. Bewertungen sind eben auch eine Gefühlssache, wobei ich dennoch darauf achte möglichst fair zu sein.


Edit: Vielleicht sollte ich auch noch hinzufügen, dass ich hier nicht wirklich Rezensionen schreibe, sondern vielmehr unstrukturierte Gedanken, die mir so nach dem Lesen eines Buches durch den Kopf schwirren.

Edit 2: Ich bin noch einmal meine "Rezensionen" durchgegangen und habe die Durchschnittsbewertungen von Goodreads und Amazon.com (bzw. Amazon.de falls es sich um ein deutschesprachiges Buch handeln sollte) hinzugefügt (datiert: 03.12.11). So kann man sehen ob ich mich der allgemeinen Meinung anschließe, oder völlig davon abweiche.
Die Zahlen von Goodreads sind meistens aussagekräftiger, weil dort wesentlich mehr Leute eine Bewertung abgeben. Man nehme das Beispiel A Dance with Dragons: 14.700 (Goodreads) versus 1.400 (Amazon). Dementsprechend hat das Buch auch auf Goodreads einen Durchschnittswert von 4, während es bei Amazon kaum für eine 3 reicht.
justamyth: (library)
Okay, meine letzte "Rezension" ist schon etwas länger her und da ich keine Lust habe jetzt jedes einzelne Buch, dasich seitdem gelesen habe, durchzukauen, will ich hier nur kurz zusammenfassen was ich im August (zu Ende) gelesen habe.

The Windup Girl - Paolo Bacigalpi (3 von 5)
Die Handlung spielt in der näheren Zukunft, wo die Menschen es geschafft ham die meisten Tier- und Pflanzenarten auszurotten. Dank Genmanupulation kann man wieder so einiges erneut züchten, aber was wäre ein Science-Fiction-Roman, wenn es nicht auch neue vom Menschen geschaffene Arten gäbe? Darunter natürlich sogenannte "New People", die je nachdem welchen Zweck sie erfüllen sollen, 7m groß sind, mehrere Arme haben, u.a. Und wer hat's erfunden? Natürlich die Japaner. Der Rest der Welt ist dagegen von diesen neuen "Menschen" eher angewidert und würde sie am liebsten auslöschen. Na ja, ich will auch gar nicht weiter ausschweifen, nur soviel sei gesagt, der Roman war nicht ganz unproblematisch, und es überrascht mich dann doch etwas, dass dieses Buch mehrere Preise gewonnen hat. Mir ist übrigens auch nicht wirklich so klar, warum dieses Buch ausgerechnet in Thailand bzw. Bangkok spielt, da es überall sonst auf der Welt hätte spielen können und es hätte absolut keinen Unterschied gemacht.

Magic Bites - Ilona Andrews (2 von 5)
Das Buch habe ich gelesen aufgrund einer Buchklub Challenge auf Goodreads, sonst hätte ich es wohl eher keines Blickes gewürdigt. Man muss eben auch mal was anderes lesen. Wobei was heißt "anderes"? Im Grunde ist das Konzept des Buches nicht viel anders als die Serie Supernatural, von der ich ein Fan bin (zumindest von den ersten 3-4 Staffeln). Von der Idee her ist das Buch also gar nicht so schlecht, aber das sind ja auch die meisten Fanfictions, und trotzdem sind sie oft genug schrecklich. Gut, schrecklich war das Buch nicht, aber besonders beeindruckend eben auch nicht.

The Haunting of Hill House - Shirley Jackson (4 von 5)
Ungelogen, ich musste das Licht anmachen, wenn ich es gelesen habe und es bereits dunkel war. Denn wenn mir eins schlaflose Nächte bereitet, dann der Gedanke, dass hier irgendwo ein Geist rumspuken könnte. Der Anfang sowie hier und da einige Passagen waren etwas langatmig, weswegen ich dem Buch keine volle Punktzahl geben möchte, aber ansonsten ein klasse Horrorroman, der auch nicht zu lang ist.

Pride and Prejudice - Jane Austen (4 von 5)
Nachdem ich erneut die Filmversion mit Keira Knightley gesehen hatte, dachte ich mir, es wird enndlich mal Zeit das Buch zu lesen, zumal ich schon seit längerem etwas von der Autorin hatte lesen wollen. Ich hab's natürlich auf Englisch gelesen, und ich muss zugeben, es war eine Herausforderung. Am schlimmsten waren die Dialoge, wo ich manchmal 10 Mal drüber lesen musste bevor ich endlich kapierte um was es ging.

Mr. Darcy Takes a Wife - Linda Berdoll (1/2 von 5)
Ja, ja, ich weiß auch nicht. Im Zuge meiner P & P Euphorie wollte ich eben dieses Buch lesen. Mir war von Anfang an klar, dass es sich hier nicht um Meisterliteratur handeln würde, aber ich dachte mir, es wird schon wenigstens amüsant werden. Was es auch war - zu Anfang. Bei ca. 40% habe ich dann aufgehört, weil es einfach nur langweilig wurde und ich die die pseudo-Austen-Sprache nicht mehr ertragen konnte.

The Year of Living Biblically - A.J. Jacobs (4 von 5)
Ich habe noch nie die Bibel gelesen (abgesehen von ein paar Passagen im Religionsunterricht), und ich habe es auch nicht vor, nichtsdestotrotz ist die Bibel ein äußerst interessantes Thema angesichts der vielen verrückten religiösen Typen, die in der Welt so rumlaufen, und durchaus Einfluss auf die Politik diverser Länder nehmen (wie etwa in den USA). So war es eben interessant, amüsant, aber auch erschreckend zu sehen wer, wie, was, wo auslegt.

When Christ and His Saints Slept - Sharon Kay Penman (4 von 5)
Ein ausgezeichneter historischer Roman über den Erbstreit zwischen Stephan und Matilda Mitte des 12. Jahrhunderts um die Krone Englands. Einzige Kritik die ich habe ist, dass der Roman fast schon so historisch getreu ist, dass mir mitunter etwas langweilig wurde, weil ich die Ereignisse mehr oder weniger kannte. Das nahm dem Roman leider einfach die Spannung, und ist wahrscheinlich auch der Grund warum so viele Autoren lieber aus der Sicht (fast) unbekannter oder erfundener Charaktere in historischen Romanen schreiben.

Deathless - Catherynne M. Valente (4 von 5)
Ich hatte hohe Erwartungen an Frau Valente, da sie überall nur gelobt wird, und wurde zum Glück nicht enttäuscht. Der Roman, wenn man ihn so nennen möchte, basiert auf russischen Märchen und interepretiert diese neu. Gleichzeitig ist das Leningrad der 40er Jahre ein Teil der Geschichte, so dass hier Märchenwelt auf historische Ereignisse treffen. Ich muss gestehen, dass ich weder von russsichen Märchen, noch von russischer Geschichte viel Ahnung habe, und trotzdem fand ich, dass es ein sehr gutes Buch war.

Time and Gods - Lord Dunsany (2 von 5)
Ich behaupte mal, dass wer auch immer ein Tolkien Fan ist, mehr von diesem Buch haben wird, als ich es hatte, da es nicht unähnlich dem Silmarillion ist, nur eben bedeutend kürzer.

A Monster Calls - Patrick Ness (5 von 5)
Wenn jede Jugendliteratur nur so wäre wie dieses Buch, könnte ich problemlos verstehen, warum manche Erwachsene so versessen davon sind und kaum was anderes lesen. Das Buch handelt von einem Jungen, der beginnt ein Monster zu sehen, während es seiner Mutter gesundheitlich immer schlechter geht. Ich kann nur sagen, dass mir am Ende Tränen in den Augen standen.

10 Bücher in einem Monat ist ein Rekord für mich. Ich habe letzes Jahr in 6 Monaten gerade mal 19 gelesen, lol. Bisher habe ich dieses Jahr 29 gelesen, und damit mein Ziel von 30 fast erreicht.
justamyth: (library)
Schlüssel:
Gelesen
Teilweise gelesen bzw. aufgegeben
Steht im Regal


1. The Lord Of The Rings Trilogy, by J.R.R. Tolkien

2. The Hitchhiker's Guide To The Galaxy, by Douglas Adams

3. Ender's Game, by Orson Scott Card

4. The Dune Chronicles, by Frank Herbert

5. A Song Of Ice And Fire Series, by George R. R. Martin

6. 1984, by George Orwell

7. Fahrenheit 451, by Ray Bradbury

8. The Foundation Trilogy, by Isaac Asimov

9. Brave New World, by Aldous Huxley

10. American Gods, by Neil Gaiman

11. The Princess Bride, by William Goldman

12. The Wheel Of Time Series, by Robert Jordan

13. Animal Farm, by George Orwell

14. Neuromancer, by William Gibson

15. Watchmen, by Alan Moore

16. I, Robot, by Isaac Asimov

17. Stranger In A Strange Land, by Robert Heinlein

18. The Kingkiller Chronicles, by Patrick Rothfuss

19. Slaughterhouse-Five, by Kurt Vonnegut

20. Frankenstein, by Mary Shelley

21. Do Androids Dream Of Electric Sheep?, by Philip K. Dick

22. The Handmaid's Tale, by Margaret Atwood

23. The Dark Tower Series, by Stephen King

24. 2001: A Space Odyssey, by Arthur C. Clarke

25. The Stand, by Stephen King

26. Snow Crash, by Neal Stephenson

27. The Martian Chronicles, by Ray Bradbury

28. Cat's Cradle, by Kurt Vonnegut

29. The Sandman Series, by Neil Gaiman

30. A Clockwork Orange, by Anthony Burgess

31. Starship Troopers, by Robert Heinlein

32. Watership Down, by Richard Adams

33. Dragonflight, by Anne McCaffrey

34. The Moon Is A Harsh Mistress, by Robert Heinlein

35. A Canticle For Leibowitz, by Walter M. Miller

36. The Time Machine, by H.G. Wells

37. 20,000 Leagues Under The Sea, by Jules Verne

38. Flowers For Algernon, by Daniel Keys

39. The War Of The Worlds, by H.G. Wells

40. The Chronicles Of Amber, by Roger Zelazny

41. The Belgariad, by David Eddings

42. The Mists Of Avalon, by Marion Zimmer Bradley

43. The Mistborn Series, by Brandon Sanderson

44. Ringworld, by Larry Niven

45. The Left Hand Of Darkness, by Ursula K. LeGuin

46. The Silmarillion, by J.R.R. Tolkien

47. The Once And Future King, by T.H. White

48. Neverwhere, by Neil Gaiman

49. Childhood's End, by Arthur C. Clarke

50. Contact, by Carl Sagan

51. The Hyperion Cantos, by Dan Simmons

52. Stardust, by Neil Gaiman

53. Cryptonomicon, by Neal Stephenson

54. World War Z, by Max Brooks

55. The Last Unicorn, by Peter S. Beagle

56. The Forever War, by Joe Haldeman

57. Small Gods, by Terry Pratchett

58. The Chronicles Of Thomas Covenant, The Unbeliever, by Stephen R. Donaldson

59. The Vorkosigan Saga, by Lois McMaster Bujold

60. Going Postal, by Terry Pratchett

61. The Mote In God's Eye, by Larry Niven & Jerry Pournelle

62. The Sword Of Truth, by Terry Goodkind

63. The Road, by Cormac McCarthy

64. Jonathan Strange & Mr Norrell, by Susanna Clarke

65. I Am Legend, by Richard Matheson

66. The Riftwar Saga, by Raymond E. Feist

67. The Shannara Trilogy, by Terry Brooks

68. The Conan The Barbarian Series, by R.E. Howard

69. The Farseer Trilogy, by Robin Hobb

70. The Time Traveler's Wife, by Audrey Niffenegger

71. The Way Of Kings, by Brandon Sanderson

72. A Journey To The Center Of The Earth, by Jules Verne

73. The Legend Of Drizzt Series, by R.A. Salvatore

74. Old Man's War, by John Scalzi

75. The Diamond Age, by Neil Stephenson

76. Rendezvous With Rama, by Arthur C. Clarke

77. The Kushiel's Legacy Series, by Jacqueline Carey

78. The Dispossessed, by Ursula K. LeGuin

79. Something Wicked This Way Comes, by Ray Bradbury

80. Wicked, by Gregory Maguire

81. The Malazan Book Of The Fallen Series, by Steven Erikson

82. The Eyre Affair, by Jasper Fforde

83. The Culture Series, by Iain M. Banks

84. The Crystal Cave, by Mary Stewart

85. Anathem, by Neal Stephenson

86. The Codex Alera Series, by Jim Butcher

87. The Book Of The New Sun, by Gene Wolfe

88. The Thrawn Trilogy, by Timothy Zahn

89. The Outlander Series, by Diana Gabaldan

90. The Elric Saga, by Michael Moorcock

91. The Illustrated Man, by Ray Bradbury

92. Sunshine, by Robin McKinley

93. A Fire Upon The Deep, by Vernor Vinge

94. The Caves Of Steel, by Isaac Asimov

95. The Mars Trilogy, by Kim Stanley Robinson

96. Lucifer's Hammer, by Larry Niven & Jerry Pournelle

97. Doomsday Book, by Connie Willis

98. Perdido Street Station, by China Mieville

99. The Xanth Series, by Piers Anthony

100. The Space Trilogy, by C.S. Lewis




Quelle
justamyth: (Default)


Ebook, 415 Seiten
2010, Margaret K. McElderry
Gelesen: 23.02. - 08.07.2012

Dies war meine erste Anthologie, und wie man sieht, sie hat mich so gefesselt, dass ich fast 5 Monate gebraucht habe um fertig zu lesen. (In Wahrheit habe ich gestern Abend schnell die restlichen 54% fertig gelesen, weil ich endlich mit dem Buch abschließen wollte.)

Man könnte meinen, dass Kurzgeschichten über Einhörner und Zombies spannender seien, als was mir hier teilweise geboten wurde. Ein Grund mag wohl der sein, dass dies nicht wirklich Geschichten über Einhörner und Zombies waren, sondern Geschichten MIT Einhörnern und Zombies. Gut, ich hatte hier nicht Das letzte Einhorn 2.0 erwartet, aber wenigstens etwas, dass mehr in die Richtung geht.
Ein anderer, dass es sich hier anscheinend größtenteils um (wenn es nicht so sogar alle) YA-Autoren handelt. Was übrigens eine Kritik an der Thematik sein soll, und nicht am Schreibstil, wobei der teilweise auch nicht grad prickelnd war.

The Highest Justice by Garth Nix
Hier hatte ich den Eindruck, dass der Autor eine tolle Idee für einen ganzen Roman hatte, allerdings alles auf wenige Seiten zusammenfassen musste. Das Einhorn hatte null Persönlichkeit, weil es im Prinzip nur der Prinzessin folgt und darauf wartet bis es gebraucht wird um "Gerechtigkeit" auszuteilen (also bis es die böse Geliebte und den König töten muss). In der Tat war dies die Geschichte einer Prinzessin und nicht die eines Einhorns. Meh.

Love Will Tear Us Apart by Alaya Dawn Johnson
Eine äußerst fragwürdige Liebesgeschichte zwischen zwei Jungen, von denen einer ein "Zombie" ist. Ich benutze Gänsefüße, weil der Junge in dieser Geschichte ist genausowenig ein Zombie, wie Edward Cullen ein Vampir ist. Gut, er hat einen unstillbaren Hunger nach Gehirnen. Aber ist weder tot noch überträgt er seine Krankheit. Und gereade das LETZTERE ist doch genau das, was Zombies so gruselig macht. Im Prinzip hätte der Junge jegliche Art von Monster sein können und es hätte nichts an der Geschichte geändert. Am schlimmsten fand ich jedoch, dass der andere Junge seinen Vater umbringt um Zombiejunge zu retten. Dabei kennen und "lieben" sich die beiden Jungs gerade erst einmal wenige Wochen. Und der Vater war noch nicht mal gewalttätig gegenüber seinen Sohn, weswegen er ihn tatsächlich nur aus Liebe umbringt. Ugh.

Purity Test by Naomi Noviky
Oh hey, ein Einhorn mit einer Persönlichkeit. Insgesamt fand ich die Geschichte ziemlich lustig und habe nichts negatives zu sagen.

Bougainvillea by Carrie Ryan
Wenn nicht der bekloppte Erzählstil gewesen wäre, hätte ich die Geschichte gar nicht so schlecht gefunden, auch wenn ich den Wandel der Protagonistin doch sehr abrupt fand.

A Thousand Flowers by Margo Lanagan
Äh, ja, eine sehr merkwürdige Geschichte, wo das Einhorn auch eher im Hintergrund verschwindet. Grundsätzlich werden viele diese Geschichte wohl mit Ekkel empfinden, da hier Zoophilie angedeutet wird. Andererseits ist das doch mal eine interessante Interpretation warum Einhörner so sehr Jungfrauen angezogen werden.

The Children of the Evolution by Maureen Johnson
Von den ganzen Zombiegeschichten fand ich diese am beunruhigendsten, weil hier Fanatiker der Überzeugung sind, zum Zombie zu werden sei eine gute Idee. Was ich allerdings geschmacklos fand, war die Tatsache, dass eindeutig auf Angelina Jolie angespielt wurde. Ich hatte eifach das Gefühl, dass sich die Autorin unbegründet über die Schauspielerin lustig gemacht hat.

The Care and Feeding of your Baby Killer Unicorn by Diana Peterfreund
Auch hier wieder eine Einhorngeschichte, die eine dunklere Seite dieser Fabelwesen behandelt. Im Prinzip sind Einhörner hier nichts anderes als Löwen, Bären, etc., nur eben schwerer zu töten. Was mich daher hier am meisten gestört hat, ist wie man sie als bösartige Monster beschreibt, anstatt sie als äußerst gefährliche Raubtiere wahrzunehmen. Trotzdem war dies die einzige Geschichte nach deren Ende ich gerne mehr davon gelesen hätte.

Inoculata by Scott Westenfeld
Endlich mal wieder eine Zombieapocalypse. Nur leider war ich von den Teenagern so irritiert, dass ich letztlich keine Freude daran hatte. Wobei schon zurecht einige meinen, dies könnte eher der Anfang eines Buches sein, als das es eine in sich geschlossene Kurzgeschichte ist.

Princess Prettypants by Meg Cabot
Auch hier ist das Einhorn wieder nur eine Nebenfigur, das Regenbogen furzt. Es sollte wohl eine lustige Geschichte sein, aber ich war zu sehr beschäftigt damit sie läcerlich zu finden.

Cold Hands by Cassandra Clare
Mit Abstand die schlechteste Kurzgeschichte der Anthologie. Was nicht verwundern sollte, denn schließlich hat sie ja auch Cassandra Clare geschrieben. Die Charaktere hatten null Persönlichkeit. Das einzig Zombiehafte hier war, dass die Toten wieder lebendig werden und abgesehen davon, dass sie schweigsamer werden, ganz normal (und halt tot) sind. Was hier wohl eine Liebe über den Tod hinaus sein sollte, wurde einfach nur abartig, als die beiden Protagonisten auch noch am Ende heiraten, obwohl das Mädchen lebendig ist. Wo und wann diese Geschichte spielt ist übrigens auch nicht ersichtlich. Einfach nur mies.

The third Virgin by Kathleen Duey
Diese Geschichte punktet immerhin damit, dass das Einhorn auch der Protagonist ist. Allerdings ist es nicht gerade symphatisch, sondern eher psychopatisch.

Prom Night by Libba Bray
Während ich die Geschichte lies hatte ich das Gefühl, es sei die Ruhe vor dem Sturm und hatte damit gerechnet, dass auf den letzten Seiten irgendetwas passieren wird. Nichts da. Es wird vage angedeutet, dass sich tatsächlich irgendetwas zusammenbraut, aber was genau bleibt der Fantasie überlassen. Auch hier hatte ich daher den Eindruck, als hätte ich nur den Anfang eines Buches gelesen.


Insgesamt kann ich sagen, dass ich nicht erwartet hatte, dass derart der Fokus auf Teenagern und ihr Liebesleben liegen würde. Dementsprechend fand ich das Buch auch nicht gerade toll. :/

Bewertung: 2/5

Goodreads: 3.81
Amazon: 4.1

(no subject)

Mon, Jul. 9th, 2012 14:33
justamyth: (library)
Das mit den Buchklubs hatte ich mir anders vorgestellt. :( Ich habe es zwar geschafft zwei der Mai-Bücher zu lesen (The Paris Wife und Jack of Shadows), aber dafür nicht ein einziges der Juni-Bücher, und jetzt haben wir auch schon wieder Juli. Seufz. Zumal ich hier noch ein gutes Dutzend ungelesene Bücher im Regal stehen habe....
justamyth: (b&w books)

Fantasy Book Club
  • Throne of the Crescent Moon by Saladin Ahmed [274 S.]

  • Historical Fictionistas
  • Aztec by Gary Jennings [754 S.]

  • Apocalypse Whenever
  • ???

  • Nothing but Reading Challenges
  • Partials by Dan Wells [468 S.]

  • Saving Francesca by Melina Marchetta [243 S.]

  • Classics for Beginners
  • ???

  • Endicott Mythic Fiction
  • A Princess of Roumania by Paul Park [480 S.]

  • Beyond Reality
  • To Say Nothing of the Dog by Connie Willis [493 S.]

  • (Throne of the Crescent Moon by Saladin Ahmed [274 S.])

  • justamyth: (library)


    Paperback, 1231 Seiten
    2007, Bantam
    Gelesen: 11.04. - 18.04.2012

    Bei Band 6 wurde mir das erste Mal klar, dass eine mehrmonatige Pause zwischen den Bänden keine so gute Idee ist. Erikson stopft einfach dermaßen viele Charaktere in seine Bücher, dass ich zu Beginn des Buches erst einmal Probleme hatte alle wiederkehrenden Charaktere richtig zu identifizieren. Mehr als einmal musste ich mich fragen, wer ist das nochmal?

    Ich habe gerade auch Probleme mir die komplette Handlung des Buches ins Gedächtnis zu rufen. Grob weiß ich noch, was alles passiert ist, aber an die Einzelheiten kann ich mich schlecht erinnern.

    The Bonehunters schließt sich an die Handlung von House of Chains an, d.h. wir befinden uns wieder in Seven Cities. Sha'ik wurde ja in dem Band besiegt, und nun machen sich die Malazanen zur Aufgabe, die Reste von Sha'iks Armee zu vernichten und wieder Ordnung nach Seven Cities zu bringen. Zudem begeben sich Heboric und seine Begleiter auf den Weg zur Otataral Sea, wo Heboric dem Jade Giganten etwas zurückgeben möchte. Außerdem haben wir ein Wiedertreffen mit einem alten Bekannten, nämlich Paran, der versucht sich in seiner neuen Rolle zurecht zu finden.

    Nach dem Buch hatte ich zwei Fragen. Erstens, was zur Hölle sind eigentlich diese Jade Giganten? Zweitens, wie kann es eigentlich sein, dass Laseen so schnell "entmachtet" wird?

    Ich muss zugeben, das Ende war sehr überraschend, aber eben auch deswegen, weil überhaupt nicht klar war, wie es überhaupt dazu kam, dass Mallick Rel sich so etablieren konnte.


    Bewertung: 4/5

    Goodreads: 4.34
    Amazon: 4.1
    justamyth: (books1)


    Paperback, 960 pages
    2007, Tom Doherty Associates
    Gelesen: 06.03.12 - 11.04.12

    Ich glaube, Erikson ist der einzige Autor, der nach fünf fetten Büchern sich einfach mal dazu entscheidet, nicht nur mal eben den Kontinent zu wechseln, sondern auch noch völlig neue Charaktere einführt UND die komplette Handlung des Buches vor die des ersten Bandes setzt.

    Auch nachdem ich das Buch gelesen hatte, wusste ich immer noch nicht genau, wie es zeitlich einzuordnen ist. Ich kann nur sagen, dass es einige Jahre vor Gardens of the Moon spielt, und gewissermaßen Trull Sengars Herkunft erzählt. Aber nicht nur, natürlich. Die Stadt Letheras und ihre Bewohner spielen ebenso eine große Rolle, wie Trull und die Tiste Edur.

    Ich muss zugeben, dass ich mich stellenweise durch das Buch kämpfen musste. Als ich dann aber das Ende erreicht hatte, hätte ich am liebsten gleich Reaper's Gale gelesen, da wir erst dort wieder nach Letheras zurückkehren.

    Die besten Charaktere des Buches waren übrigens Tehol und Bugg.

    Von den Tiste Edur war ich etwas... enttäuscht? Ich weiß nicht, was ich erwartet hatte, aber nicht, dass sie im Prinzip wie Menschen sind, nur eben mit grauer Haut.


    Bewertung: 4/5

    Goodreads: 4.28
    Amazon: 4.1
    justamyth: (books2)


    Ebook, 455 pages
    2009, Scholastic Press
    Gelesen: 25.03.12 - 29.03.12

    Dies hätte ein klasse Buch sein können. Aber entweder hatte Collins keine Lust oder war einfach nicht fähig dazu daraus eins zu machen. Ich tendiere ja eher zur letzeren Annahme.

    In Mockingjay kommt es nach gut 7 Jahrzehnten endlich zur Rebellion gegen das Capitol, angeführt von Distrikt 13, das sich bisher im Verborgenen gehalten hatte. Das die Führungsspitze von Distrikt 13 suspekt ist, merkt man schon daran, dass sie Katniss lediglich als Mittel zum Zweck sehen, anstatt einer Person. Im späteren Verlauf der Handlung wird auch klar, dass sie Katniss lieber tot sähen.

    Jedenfalls. Man könnte meinen, da endlich eine Rebellion stattfindet, dass "die Post abgeht", dass Katniss zur Heldin mutiert, aktiv am Kampfgeschehen teilnimmt und wir durch ihre Augen die Rebellion erleben. Nichts da. Zunächst ist Katniss erst einmal passiv bzw. extrem deprimiert und verkriecht sich in irgendwelche Ecken. Sie gibt sich die Schuld daran, dass Peeta ein Gefangener des Capitol ist, aber dagegen will sie nichts tun. Durchaus nachvollziehbar, aber ob man sowas lesen möchte ist natürlich eine andere Frage.

    Wir hätten natürlich keine Handlung, wenn Katniss sich nicht doch aufraffen würde um irgendetwas zu tun. So soll sie durch propagandistische Videos ihren Teil leisten, was wie sich schnell herausstellt keine gute Idee ist, denn Katniss ist keine Schauspielerin. Weswegen man sie in ein Lazarett in einem der Distrikte schickt, um sie dort zu filmen. Dieses wird kurze Zeit später zerbombt, was Katniss dazu bewegt aktiver in der Rebellion zu werden.

    Trotz Katniss guter Vorsätze, bekommt der Leser insgesamt ziemlich wenig von den Kämfen mit, da Katniss meist abwesend ist, und die Rebellen auch extrem schnell gewinnen. Innerhalb weniger Wochen stehen sie schon vor den Toren des Capitols, welches ebenfalls in kürzester Zeit eingenommen wird.

    Eins muss man Collins lassen, sie scheut sich immerhin nicht ihre Charaktere durch die Hölle gehen zu lassen, oder gar umzubringen. Nur leider ist da eben das Problem, dass ich zu den meisten Charakteren keine emotionale Bindung aufgebaut hatte, so dass mich deren, zum Teil recht brutales, Ende auch ziemlich kalt gelassen hat. Abgesehen von Peeta, habe ich mir eigentlich um keinen wirklich Sorgen gemacht, da mir eigentlich klar war, dass Katniss sowieso überleben wird. Und bei Peeta ging es mir auch eher darum, ob er wieder der Alte wird oder nicht.

    Insgesamt fand ich, dass das Buch wichtige Dinge ziemlich schnell abgehandelt hat. Ich fand es extrem unglaubwürdig wie schnell das Capitol besiegt wurde, wenn man bedenkt, dass die letzte Rebellion blutig niedergeschlagen wurde. Auch war mir die Wandlung diverser Charaktere zu krass, vor allem was Katniss angeht, deren deprissives Verhalten in diesem Buch zu extrem erschien.

    Ich glaube, es wäre besser gewesen, wenn die Rebellion bereits zu Beginn des zweiten Buches stattgefunden hätte, anstatt noch einmal eins der Hunger Games.


    Bewertung: 3/5

    Goodreads: 4.07
    Amazon: 3.6
    justamyth: (books1)


    Ebook, 391 pages
    2010, Scholastic Press
    Gelesen: 23.03.12 - 24.03.12

    Catching Fire ist die Fortsetzung zu The Hunger Games. Machen wir es kurz: CF ist im Prinzip The Hunger Games 2.0, denn Katniss und Peeta müssen erneut bei den Hunger Games teilnehmen, da President Snow Katniss aus dem Weg räumen will, weil diese angeblich dazu beiträgt, dass es immer mehr zu Unruhen in den Distrikten kommt.

    Vorher jedoch beschäftigt sich das Buch erst einmal damit, was mit den Siegern der Hunger Games geschieht. Diese dürfen nämlich in ein gehobeneres Wohnviertel ziehen, und haben zusätzlich ihr Leben lang ausgesorgt. Da Distrikt 12 bisher nur einmal in 74 Jahren gewonnen hat, leben in dem Viertel aber nur Haymitch, Katniss und Peeta. Die beiden Jugendlichen gehen sich zu dem aus dem Weg, da Katniss sich nicht sicher ist, was für Gefühle sie für Peeta empfindet, da während den Hunger Games ja alles (angeblich) nur geschauspielert war. Wie zu erwarten nutzt die Autorin die Situation dafür um eine Dreiecksbeziehung in die Handlung einzugliedern*, um Katniss noch mehr zu verwirren. Zusätzlich werden dann auch noch Katniss und Peeta auf eine Tour durch die ganzen Distrikte geschickt, um dort die Propaganda des Capitol zu verbreiten. Als das eben keine Wirkung zeigt, entscheidet sich President Snow dafür, dass die nächsten Hunger Games mit den bisherigen Siegern aller Distrikte stattfinden soll.

    Naja, wie gesagt, das Buch bringt nur begrenzt Neues. Anstatt eben ihre Welt weiter auszubauen und interessanter zu gestalten, verbringt der Leser die eine Hälfte des Buches in Distrikt 12 mit Katniss, und die andere Hälfte in einer neuen Arena, wo die Charaktere sich mal wieder gegenseitig töten müssen. Das Highlight ist eigentlich das Ende, wo wir endgültig erfahren, dass es Distrikt 13 eben doch noch gibt und diese sich darum bemüht haben Katniss aus der Arena zu retten. Was ihnen letzlich auch gelingt. Peeta bleibt dabei allerdings zurück und ist nun ein Gefangener des Capitol.

    Mich hatte ja die oberflächliche Behandlung der Welt und der meisten Charaktere bereits im ersten Band gestört. Leider ändert sich das auch hier im zweiten Band nicht, obwohl Collins die perfekte Gelegenheit gehabt hätte, als Katniss und Peeta durch die Distrikte reisen. Leider bekommen wir aber nur wirklich einen etwas zu sehen, während der Rest von Katniss in ein paar Sätzen zusammengefasst wird.

    Das Buch hat mich zwar unterhalten, aber weil eben keine Verbesserung stattgefunden hat, bekommt es einen Punkt Abzug.


    Bewertung: 3/5

    Goodreads: 4.35
    Amazon: 4.5



    * = Angeblich war die Dreiecksbeziehung von Collins zunächst nicht geplant gewesen, aber dann auf Anraten ihrer Verlegerin mit eingebaut worden, damit sich das Buch besser verkauft. Merkt man.
    justamyth: (books1)
    Ich bin auf Goodreads Mitglied von ganzen sieben Buchklubs und ich habe bisher noch keins der Bücher mitgelesen. Das will ich ändern. Zumindest demnächst, denn im Moment lese ich Reaper's Gale, was 1200 Seiten stark ist, und ich bin gerade mal bei Seite 332 obwohl ich es fast vor einer Woche angefangen habe.

    Jedes Buch werde ich natürlich nicht mitlesen. Erstens, weil ich dann jeden Monat mindestens 9 Bücher lesen müsste, was ich nicht kann, und zweitens, weil ich mir nicht jedes Buch anschaffen will.

    Die Bücher für Mai 2012 lauten wie folgt:


    Fantasy Book Club
  • Furies of Calderon (Codex Alera, #1) [504 S.]

  • Historical Fictionistas
  • The Paris Wife [314 S.]

  • Apocalypse Whenever
  • Breaking News: An Autozombiography [299 S.]

  • Nothing but Reading Challenges
  • Angelfall (Penryn & the End of Days, #1) [255 S.]

  • The Maze Runner (Maze Runner #1) [384 S.]

  • Life of Pi [356 S.]

  • Classics for Beginners
  • Fahrenheit 451 [238 S.]

  • Endicott Mythic Fiction
  • Monkey Beach [384 S.]

  • Beyond Reality
  • Embassytown [345 S.]

  • Jack of Shadows [143 S.]



  • Von Interesse sind eigentlich nur drei davon: The Paris Wife, Fahrenheit 451 und Jack of Shadows. Na, mal sehn....
    justamyth: (library)


    Ebook, 388 pages
    2009, Scholastic Press
    Gelesen: 18.03.12 - 20.03.12

    Ich habe das getan, was ich mir versprochen hatte nie zu tun, und habe tatsächlich The Hunger Games gelesen. Es gab drei Gründe, warum ich es nicht lesen wollte. Erstens, habe ich dem Hype einfach nicht getraut. Schließlich ist Twilight ja extrem beliebt, aber einfach nur schlechte Literatur. Zweitens, es wird zur Young Adult Kategorie gezählt, mit der ich bisher eher schlechte Erfahrungen gemacht habe. Drittens, es ist in Ich-Perspektive geschrieben, d.h. genau in der Erzählperspektive, die ich am schlimmsten finde.

    Soviel zu meinen Vorurteilen, die glücklicherweise nur teilweise bestätigt wurden. Insgesamt fand ich das Buch nämlich ziemlich gut, oder besser gesagt, es hat mir Spaß gemacht es zu lesen, weil es gibt doch so einige Mängel, die mich störten. Doch zuerst einmal zur Handlung.

    Die Geschichte spielt in irgendwann in der Zukunft, in Nordamerika. Was wir heute als die USA bezeichnen ist in etwa Panem - nur kleiner, da wohl der Meeresspiegel deutlich gestiegen ist - welches in 13 Bezirke unterteilt ist. Jedes Jahr werden aus 12 dieser Bezirke (denn der 13. wurde vor geraumer Zeit zerstört) jeweils ein Junge und ein Mädchen ausgewählt, die dann in einem speziellen Areal miteinander kämpfen müssen bis nur noch einer oder eine von ihnen übrig ist. Diese Ereignisse sind die sogenannten Hunger Games, die auch noch in ganz Panem ausgestrahlt werden. Im ersten Buch finden die 74. Hunger Games statt und Katniss, die Heldin der Trilogie, meldet sich freiwillig als weiblicher Tribut für Distrikt 12, damit ihre kleine Schwester nicht teilnehmen muss (denn eigentlich wurde ihr Name gezogen). Als männlicher Tribut muss Peeta teilnehmen, dem Katniss laut eigener Auffassung ihr Leben verdankte als sie einige Jahre zuvor nach Nahrung für ihre Familie gesucht hatte.

    Die Hunger Games sind allerdings mehr als nur Gladiatorenspiele, wo sich alle gegenseitig umbringen müssen. Gleichzeitig sind sie nämlich auch ein Reality TV Ereignis, das vor allem dazu dient die Bevölkerung an ihre Ohnmacht zu erinnern.

    Natürlich verlaufen die Spiele nicht so wie immer (sonst hätte wir ja auch keine Geschichte), denn während selbst Tribute aus dem gleichem Distrikt eigentlich Gegner sind, präsentieren sich Katniss und Peeta von Anfang an als Team, und als Peeta öffentlich seine Liebe gesteht, auch als Liebespaar, um so reiche Sponsoren für sich zu gewinnen, die während der Spiele wertvolle Gegenstände schicken können.

    Und das die beiden sich als Liebespaar ausgeben, zahlt sich am Ende aus. Denn zum allerersten Mal gibt es zwei Gewinner. Ein Zustand, der sich als äußerst gefährlich herausstellen könnte, denn der Regierung dürfte es ein Dorn im Auge sein, das man ihr eins ausgewischt hat.

    Soviel dazu.

    Mein größtes Problem ist eigentlich die Egoperspektive. Wir sehen, was Katniss sieht und wir erfahren, was Katniss weiß. Nur leider ist sie relativ ignorant was ihre Umwelt angeht, was von der Regierung immerhin auch so gewollt ist. Andere Charaktere lernen wir aber nur dann kennen, wenn diese mit Katniss agieren, und selbst dann bleiben diese Charaktere fast alle unterentwickelt. So einerseits hat die Welt, in welcher der Roman spielt, kaum Tiefgang, andererseits hat man Schwierigkeiten zu den meisten Chrakteren eine Bindung aufzubauen. Außerdem verfallen sie leicht in das Schema von Gut und Böse, so dass man natürlich für die Heldin ist.

    Der Schreibstil ist sehr einfach, aber auch sehr erzählerisch. Katniss gibt oft Dialoge zusammenfassend wieder, was natürlich ebenfalls dazu beiträgt, dass vieles oberflächlich behandelt wird. Innere Monologe sind Programm, da Katniss einen Großteil der Spiele allein verbringt und dann Mutmaßungen über die anderen Tribute anstellt. Hier wurde eben wieder das Limit der Egoperspektive deutlich, denn nur zu gerne hätte ich gewusst, was die anderen so treiben, anstatt darüber zu lesen wie Katniss an Wasser und Nahrung gelangt.

    Ach, und was wäre eine YA Roman ohne Romanze? Allerdings hatte ich damit hier überhaupt kein Problem. Im Gegenteil, mich hat es eher frustriert, dass Katniss nicht wahr haben wollte, dass Peeta es ernst mit seinen Gefühlen meint, und er diese nicht nur vorgaukelt. Wobei ich schon gut fand, dass Katniss ihm nicht einfach blind vertraut. Und es ist für mich durchaus nachvollziehbar, dass sie sich nicht sicher ist, ob sie etwas für ihn empfindet, wenn man die Umstände bedenkt. Übrigens hat mir besonders gefallen, dass Peeta eben nicht der stereotypische Draufgänger ist, sondern eher sensibel und künstlerisch veranlagt, aber doch taff genug, um bei den Spielen zu überleben.

    Alles in allem, hätte ich mir einfach... MEHR gewünscht. Trotzdem, es hat Spaß gemacht den Roman zu lesen und ich werde bald den nächsten Teil lesen UND ich freue mich auch auf den Film von daher....


    Bewertung: 4/5

    Goodreads: 4.54
    Amazon: 4.6
    justamyth: (Default)


    Paperback, 246 Seiten
    2009, Taleka
    Gelesen: 23.02.12 - 05.03.2012

    Man sieht, ich bin mit dem Buch schon seit zwei Wochen fertig. Und ich habe ehrlich gesagt nicht viel über das Buch zu sagen, daher hatte ich bisher auch kein Bedürfnis eine Bewertung darüber zu verfassen. Eigentlich gibt es auch nicht viel zu sagen. Wer ein großer Fan von Sagen, Mythen und Märchen ist, dem dürfte dieses Buch eigentlich gefallen. Denn genau das ist das Buch: eine Ansammlung von Erzählungen, die in einer fiktiven Welt spielen, und miteinander nur sehr wenig zu tun haben.

    Der Schreibstil ist sehr... blumig, um nicht zu sagen schwülstig. Doch während mich das bei Daughter of Smoke and Bone genervt hat, fand ich ihn hier passend. Zumindest bis auf die Sexszenen. Da kam mir es etwas absurd vor und erinnerte mich eher an so olle Groschenromane.

    Die Handlung(en) will ich nicht beschreiben, nur soviel dazu: Die Leitmotive sind offensichtlich Schönheit und Liebe bzw. deren Gegenteil, da jede Erzählung diese Themen in unterschiedlicher Weise aufgreift.

    Insgesamt fand ich das Buch eher durchschnittlich, bzw. es ist eben Geschmackssache ob einem merkwürdige Märchen reichen, oder ob man doch lieber eine spannende Handlung und komplexe Charaktere hätte. Letzteres wird man hier nämlich gar nicht finden.

    Bewertung: 3/5

    Goodreads: 4.18
    Amazon: 4.7
    justamyth: (books & tea)


    Paperback, 420 Seiten
    2010, Hodder
    Gelesen: 17.02.12 - 22.02.2012

    Der Titel ist Programm, denn das Buch erzählt die Lebensgeschichte der Caterina von Medici, die zu Beginn des 16. Jahrhundert in die französische Königsfamilie einheiratete und im Laufe ihres Lebens eine große Rolle in der französischen Politik spielte. Um Caterina ranken sich viele Mythen, u.a. soll sie sich diverser Gegner durch Gift entledigt haben, daher war es interessant zu lesen wie der Autor damit umgeht. Das Buch ist aus der Sicht der Caterina geschrieben, und zwar in Ich-Perspektive, was meiner Meinung nach keine gute Wahl war, da nur wenige Autoren diese erfolgreich schreiben können, und Gortner meiner Meinung nach nicht dazu gehört. So überlebte Caterina einige Familienmitglieder und Freunde, zu denen sie theoretisch eine emotionale Bindung hatte, jedoch empfand ich als Leser zu allen Charakteren eine gewisse Distanz, was bei der Ich-Perspektive eigentlich nicht der Fall sein darf. Möglicherweise lag dies aber auch daran, dass die Erzählung stark beschreibend ist. Und damit meine ich, dass Caterina uns z.B. über kriegerische Auseinandersetzungen zwischen den Katholiken und Hugenotten in Kenntnis setzt, aber dies nur sehr oberflächlich, da sie nie dabei ist. Dadurch verwandelte sich das Buch stellenweise vielmehr in ein Geschichtsbuch, obwohl es eigentlich ein historischer Roman sein sollte. Auffällig war ebenso, dass es oft für keine Dialoge gab, und wenn doch, dann waren diese insgesamt meist recht kurz gehalten.

    Das Problem des Romans liegt auf der Hand: Caterinas Leben war äußerst ereignisreich und kompliziert. Es daher auf knapp 400 Seiten zu komprimieren und gleichzeitig eine spannende, originelle Geschichte erzählen zu wollen, ist unmöglich. Der Autor gibt im Nachwort auch zu, dass er einige Dinge ausgelassen hat, um die Geschichte zu vereinfachen. Durchaus verständlich und auch nicht so schlimm, denn auch wenn das Buch größere historische Genauigkeit vorzuweisen gehabt hätte, wäre der Erzählstil immer noch minderwertig gewesen. Trotzdem hätte ich mir zu manchen Dingen auch eine Erklärung gewünscht. So habe ich mich gefragt, warum Heinrich IV. gegenüber dem Neffen des Königs in der Erbfolge den Vorrang hat. Der Grund dafür liegt im salischen Erbrecht, wonach nicht nur Frauen, sondern auch deren Nachkommen von der Erbfolge ausgeschlossen sind. Da die Erbfolge immerhin eine wichtige Rolle in dem Buch spielt, hätte ich mir diesbezüglich gerne eine Anmerkung gewünscht, da schließlich auch Laien historische Romane lesen.

    Ein weiterer Kritikpunkt ist für mich Caterinas angebliche Gabe, welche sich in einer handvoll Visionen äußert. Der Autor meint im Nachwort, dass diese schriftlich belegt seien. Ich will ihm das mal glauben. Mein Problem lag vielmehr darin, dass der Autor bewusst Visionen benutzt hat, um Caterinas Handlungen bezüglich Heinrich IV. plausibel zu machen. Also anstatt sie aus politischen Kalkül handeln zu lassen, handelt sie hier stattdessen, weil sie Visionen hat oder Nostradamus ihr irgendwas prophezeit hat. Wobei ich dazu auch anmerken muss, dass einige Visionen völlig überflüssig waren. Überhaupt hatte ich nicht wirklich den Eindruck, dass Caterina wirklich die intelligente und gefürchtete Person ist, die sie eigentlich sein sollte. Dies könnte aber auch am Erzählstil liegen, da es, wie gesagt, an Dialogen mangelt, wo dies besser zum Ausdruck hätte kommen können.

    Nachdem ich nun viel kritisiert habe, muss ich auch mal sagen, dass das Buch jetzt nicht so schlecht war. Was das Buch rettet ist die Tatsache, dass ich mich vorher nie wirklich mit Caterina de Medici befasst hatte und ich daher gerne mehr über ihr Leben gelesen habe. Daher weiß ich aber auch nicht, wie ich das Buch bewerten würde, wenn ich schon andere Romane über Caterina gelesen hätte.

    Bewertung: 3/5

    Goodreads: 3.88
    Amazon: 4.4
    justamyth: (Default)


    Paperback, 391 Seiten
    2009, Gollancz
    Gelesen: 06.01.2012 - 16.02.2012

    Wie schon bei Fudoki, habe ich ziemlich lange gebraucht, bis ich mich endlich dazu aufraffen konnte das Buch endlich fertig zu lesen. Auch hier liegt es nicht unbedingt an dem Buch, obwohl mich der Anfang jetzt nicht umgehauen hat. Insgesamt empfand ich das Buch ebenso als nichts Besonderes, wobei durchaus Potential besteht. Das Ungewöhnlichste war aber wohl, dass der Hauptprotagonist homosexuell ist, was ich nun wirklich nicht erwartet hatte, da man ja doch hauptsächlich daran gewöhnt ist, dass Homosexualität oft nicht existent zu sein scheint oder in als etwas Negatives dargestellt wird. Insofern war es ja mal schön etwas anderes zu lesen. Jedoch hätte ich mir dann doch mehr von der Handlung und den Charakteren erhofft.

    Bei einem Umfang von knapp 400 Seiten ist The Steel Remains ja doch für das Genre recht kurz, da Fantasyromane oft gerne mehr als 700 Seiten umfassen, selbst wenn sie der erste Band in einer längeren Reihe sind. Auch bei diesem Buch handelt es sich um den Auftakt einer Trilogie, was die meiner Meinung nach zu knapp geratene Handlung etwas entschuldigt. Denn mal ehrlich, was passiert hier denn großartig?

    Im Buch gibt es drei Erzählperspektiven. Zunächst ist da Ringil, ein noch recht junger Kriegsveteran, der zu Beginn des Buches in irgendeinem Dorf dahinvegetiert, bis seine Mutter auftaucht und ihn darum bittet eine Kusine aus der Sklaverei zu retten. Dann ist da Archeth, die nur halb Mensch ist, und als Beraterin eines Kaisers tätig ist. Schließlich haben wir dann noch Egar, der Stammesführer eines Nomadenclans ist. Die drei sind alte Freunde, leben aber in unterschiedlichen Gegenden zu Beginn der Handlung, bis sie am Ende schließlich wieder auf einander treffen.

    Übrigens, während ich Archeths Auftauchen in Ennishmin nachvollziehbar fand, kann ich das nicht von Egars Erscheinen behaupten. In einer Szene wird er noch von einer Gottheit gerettet und in der nächsten ist er auf einmal genau in der Taverne, wo Ringil wieder auftaucht, um ihm auszuhelfen. Hier zeigt sich eben ganz gut, dass Ringil der Held der Geschichte ist und Archeth und Egar vor allem dazu dienen, diese voran zu treiben. Und dies ist auch weiterer Kritikpunkt, denn die Charaktere hätten insgesamt besser ausgearbeitet sein können.

    Dann hat das Buch noch eine Problematik, die man ansprechen muss. Es ist auffällig, dass nur Männer Sex haben, dies besonders im Fall von Ringil auch detailiert beschrieben wird, während Archeth, als einziger weiblicher Hauptcharakter, nicht nur keinen Sex hat, sondern sich für die Gelüste, die sie einer Sklavin entgegen bringt sogar noch schämt. Es ist zwar beachtenswert, dass sie sich weigert sich sexuell an einer Sklavin zu vergreifen, aber man hätte ihr ruhig mal eine weibliche Gefährtin zur Seite stellen können.

    Bewertung: 3.5/5

    Goodreads: 3.65
    Amazon: 3.6
    justamyth: (Default)


    Paperback, 320 Seiten
    2003, Tor
    Gelesen: 30.12.2011 - 08.02.2012

    Ich habe eine gefühlte Ewigkeit für dieses Buch gebraucht, nicht weil es schwierig zu lesen war, sondern weil ich wochenlang einfach keine Lust hatte überhaupt etwas zu lesen. Okay, ganz so stimmt das nicht. Der Anfang war schon irgendwie dermaßen unspektakulär, dass ich ein anderes Buch anfing, und dann erst fing meine Leseunlust an. Dann vor etwa einer Woche habe ich mich mal zum Lesen gezwungen, und als ich dann etwa die Mitte des Buches erreicht hatte, wollte ich es gar nicht mehr aus der Hand legen. Genau deswegen bekommt das Buch übrigens auch einen Bewertungspunkt abgezogen. Der Anfang war halt doch schon irgendwie langweilig. Sonst habe ich aber nichts zu beklagen.

    Doch worum geht es eigentlich? Nun, kurz gesagt, handelt das Buch von Prinzessin Harueme, die kurz vor ihrem Umzug in ein Kloster, eine Geschichte über eine Katze erzählt, die ihr Zuhause und ihre Familie verliert und eines Tages in Menschengestalt aufwacht. Im Laufe der Geschichte stellt sich allerdings heraus, dass eigentlich Harueme die Heldin des Buches ist, denn wir erfahren mit der Zeit immer mehr von ihr und dem Leben, das sie geführt hat, und inwieweit sich ihre Erfahrungen in der Geschichte Kaguyas, der Katze, die zu einer Frau wurde, wiederspiegelt. In diesem Sinne ist das Buch sowohl eine Fantasygeschichte, als auch ein historischer Roman. Im Nachwort erklärt nämlich die Autorin, dass Harueme auf zwei japanischen Prinzessinnen des 12. Jahrhunderts basiert. Ich kenne mich in der japanische Geschichte nun überhaupt nicht aus, so dass ich nicht sagen ob hier eine akkurate historische Darstellung gegeben worden ist. Ich gehe davon aber mal aus. Dementsprechend finde ich gerade Haruemes Teil äußerst faszinierend.

    Ich habe einige Rezensionen gesehen, die ein Problem hatten mit dem ständigen Wechsel zwischen Haruemes und Kaguyas Abschnitten. Ich hatte damit jedoch keine Probleme, weil zwischen Haruemes Erzählungen und den Ereignissen in Kaguyas Geschichten in der Regel immer eine Beziehung bestand. Wie gesagt, Haruemes Erfahrungen, aber auch ihre Träume und Wünsche, spiegelten sich eindeutig in Kaguyas Geschichte wieder.

    Das Buch scheint übrigens nicht sehr bekannt zu sein, was ich sehr schade finde. Auf Goodreads finden sich gerade einmal 197 Bewertungen, Amazon.com gerade mal lächerliche 14.


    Bewertung: 4/5

    Goodreads: 4.19
    Amazon: 4.6
    justamyth: (Default)
    Als Fan von griechischer Mythologie sehe ich mir natürlich gerne Filme an, die den Stoff behandeln. Viele davon gibt es (zum Glück?) jedoch nicht. In der Tat lassen sich die Filme, die in den letzen 10 Jahren veröffentlicht wurde, an einer Hand abzählen: Troy (2004), Clash of the Titans (2010) und nun Immortals (2011). Theoretisch könnte man The Lightning Thief dazu zählen, ich tue dies aber nicht, da er nicht auf einer bestimmten Erzählung basiert und noch dazu in der Moderne spielt.

    Troy habe ich nicht nur im Kino gesehen, sondern mir auch die DVD dazu gekauft, denn insgesamt finde ich den Film sehr gelungen, auch wenn man natürlich bemängeln könnte, dass er von der Iliad stark abweicht. Stellt man sich aber einmal vor, dass die Iliad ein paar Jahrhunderte nach den Ereignissen des Films aufgeschrieben worden wäre, dann sieht das schon wieder ganz anders aus. Der Film funktioniert eben, weil man auf alles Göttliche bzw. Übernatürliche verzichtet hat.

    Clash of the Titans empfand ich als Katastrophe, da ich die Änderungen bezüglich des Mythos nicht nachvollziehen kann. Eigentlich geht der Mythos ja in etwa so: Dem König von Argos wird vorrausgesagt, dass er von seinem Enkelsohn getötet werden würde. Da er nicht ganz herzlos ist, sperrt er seine Tochter nur ein, anstatt sie zu töten, was Zeus natürlich trotzdem nicht davon abhält sie zu schwängern. Anstatt seinen Enkel zu töten, setzt er ihn und seine Mutter in einer Kiste auf dem Meer aus, wo sie natürlich von Poseidon gerettet werden können. Die beiden landen auf Seriphos, wo Perseus aufwächst. Der hiesige König stellt allerdings seiner Mutter nach und verlangt schließlich von Perseus ihm, dass er ihm das Haupt der Medusa bringt. Nachdem er das hat, macht er sich auf den Rückweg, wobei er an Äthiopien vorbei kommt und dort Andromeda sieht, die an einem Felsen gekettet ist und geopfert werden soll, weil ihre Mutter behauptet hat, sie sei schöner als die Töchter Poseidons. Zum Dank für deren Rettung bekommt Perseus sie zur Frau und erhält auch das Königreich. Bevor Perseus heimkehrt, zeugt er noch einen Sohn, auf dessen Abstammung sich später alle Perserkönige berufen. Die Herrschaft von Seriphos übergibt er seinem Ziehvater, dem Bruder des Königs. Danach geht es weiter Richtung Argos, wobei er vorher noch Halt in Latina macht, wo gerade Wettkämofe stattfinden. Hier ist es auch wo sich die Prohezeihung erfüllt, denn Perseus tötet ausversehen seinen Großvater mit einem Diskus. Zuletzt gibt es ein großes Happy End, denn Perseus und Andromeda lebten glücklich bis an ihr Lebensende und haben viele Kinder. U.a. sind sie übrigens auch die Urgroßeltern von Herakles.

    Ich habe den Mythos nicht umsonst zusammengefasst, denn dadurch wird auch mal deutlich, dass die Götter sich zwar etwas einmischen, aber letztlich doch nur Randfiguren sind. Außerdem sieht man auch schön, was für einen Mist Hollywood da fabriziert hat. Im Film ist das zentrale Thema die Auflehnung der Menschen gegen die Götter. Da ist sogar von der Belagerung des Olymp die Rede. Für den antiken Griechen wäre solch eine Vorstellung völlig undenkbar. Das wäre in etwa so, wie wenn ein paar Christen den Himmel belagern wollen würden.
    Perseus im Film wird schließlich zum Held, allerdings ohne nachvollziehbare Motivation. Er hat nicht den geringsten Bezug zu Argos hier und verspricht trotzdem die Stadt vor dem "Kraken" zu retten. Im Mythos tut er dies quasi zum Schutz seiner Mutter. Von der Verwandlung vom Fischerssohn zum kompetenten Krieger von heute auf morgen will ich gar nicht erst anfangen.
    Der Sinn und Zweck von Io im Film ist mir immer noch ein Rätsel. In der Mythologie ist sie eigentlich eine Geliebte von Zeus, die von der eifersüchtigen Hera in eine Kuh verwandelt wird. Und wie bereits erwähnt, kommt Perseus eigentlich mit Andromeda zusammen, die ja auch im Film ist. Warum also eine oberflächliche Romanze zwischen Perseus und Io erschaffen werden musste, kann ich bis heute nicht nachvollziehen.

    Letztlich ist der Film eben nichts weiter als ein dummer Actionfilm, mit mehr oder weniger coolen Monstern, die es zu bezwingen gilt. Da spiel ich lieber God of War. Kratos hat wenigstens einen Grund die Götter zu hassen.

    So, und jetzt endlich zu Immortals. Nach Clash of the Titans waren meine Erwartungen natürlich entsprechend auf unterestem Niveau. Schon nachdem ich zum ersten Mal die Inhaltsangabe gelesen hatte, war mir klar, dass das kein guter Film werden wird. Und ich hatte Recht. Allerdings ganz so schlimm wie Clash of the Titans war der Film dann doch nicht. Mit dem Theseus-Mythos hatte Immortals natürlich so gut wie gar nichts zu tun. Das einzige was die beiden eigentlich verbindet ist die Tötung des Minotaurus, der im Film allerdings kein Mischwesen ist, sondern ein Mensch mit einem komischen Stierhelm. Die Abweichung finde ich hier verzeihlicher, weil von Anfang an klar ist, dass hier nicht versucht wurde einen Mythos halbherzig zu kopieren, und stattdessen seine eigene Geschichte zu erzählen. So haben sich die Götter das Gesetz auferlegt, sich nicht direkt in die Angelegenheiten der Menschen einzumischen und ihnen damit freien Willen zu gewähren. Unter den Menschen führt dies natürlich zu Zweifeln und der eine oder andere glaubt nicht an deren Existenz. Diese Prämisse finde ich durchaus nicht schlecht, auch wenn sie etwas zu modern gedacht ist. Das Problem ist nur, dass die Handlung etwas bescheuert ist.

    Bevor es die Menschen überhaupt gab, bekriegten sich die Unsterblichen. Grund unbekannt. Irgendwann entdeckten sie, dass sie sich gegenseitig töten können. Wie sie das taten, ist ebenfalls unbekannt. Anscheinend haben sie vorher nur ihre Fäuste benutzt, bis irgendwer auf die schlaue Idee gekommen ist, Waffen herzustellen. Eine davon war der Epeiros–Bogen, der allerdings verloren ging. Warum die Götter ihn nicht finden können, sofern sie es nicht können, wird nicht erklärt. Und eigentlich dürfte ich nicht von "Göttern" sprechen, denn im Film wird gesagt, dass die Sieger sich zu Göttern erklärten, während die Besiegten als Titanen erklärt und im Berg Tartarus eingesperrt wurden.

    Im Mythos gibt es durchaus einen Kampf zwischen Titanen und den Olympiern, allerdings ging es hier um Usurpation, und nicht wie im Film suggeriert wird um Gut gegen Böse.

    Jedenfalls ein paar Jahrtausende (oder wieviel auch immer) später, etwa 1200 v. Chr., will Hyperion diesen Bogen finden, um damit die Titanen zu befreien. Damit will er sich an den Göttern rächen, weil diese nicht seine Frau und Tochter heilten und deswegen starben. Naja, immerhin hat er einen Grund für sein psychopathisches Verhalten? Die Götter wissen von diesen Plänen anscheinend schon länger, da Zeus heimlich bzw. in der Gestalt eines alten Mannes Theseus als Krieger ausbildet. Diese Manipulation der Dinge rechtfertigt er übrigens damit, dass Theseus immer noch selbst entscheidet, was er mit seinen Fähigkeiten anstellt. Diese Erklärung fand ich etwas schwammig. Theseus Mutter wird schließlich von Hyperion getötet, als dieser in deren Dorf einfällt, und nimmt Theseus auch gefangen. Entspricht keineswegs dem Mythos, aber unser Held hat wenigstens einen Grund gegen Hyperion zu kämpfen, im Gegensatz zu Perseus.

    Theseus trifft danach auf Phaedra, einem Orakel, hinter dem auch Hyperion her ist, da sie ihm sagen soll wo er den Bogen finden kann. Die beiden fliehen zusammen mit drei weiteren Gefangenen. Theseus findet zufällig den Bogen als er seine Mutter im Tempel beisetzt, der sich in der Nähe des Dorfes, in dem er aufgewachsen ist. Dies lässt vermuten, dass die Götter sehr wohl wussten, wo der Bogen ist, und man fragt sich natürlich warum sie ihn nicht längst zerstört haben. Theseus töten den Minotaurus und schläft zur Belohnung mit Phaedra, die ihre Gabe der Vorsehung nun nicht mehr braucht und daher sich ihm hingeben kann. Die Gruppe begibt sich nun auf die Suche nach Hyperion und verliert dabei auf dem Weg natürlich den Bogen, der von einer Hyäne (!?) zu Hyperion gebracht wird, der gegen Ende des Films natürlich die Titanen befreit. Vorher gibt es aber noch eine Schlachtszene in einem Tunnel, wo ein paar hundert Athener gegen Hyperions riesige Armee kämpft. Durch die Befreiung der Titanen können die Götter sich nun einmischen und fünf Olympianer stellen sich etwa zwei Dutzend Titanen, was für die Olympianer natürlich kein so gutes Ende nimmt und Zeus muss am Ende den Berg zum Einsturz bringen. Derweil kämpfen Hyperion und Theseus gegeneinander. Es dürfte niemanden überraschen, dass Hyperion verliert.

    Am Ende sehen wir Pheadra und ihren Sohn, die in Theseus Geburtsdorf leben. Theseus wird anscheinend für seine Taten verehrt, da vor dem Tempel nun einen riesige Statue von ihm steht. Der Sohn hat die Gabe seiner Mutter geerbt und durch seine Augen sehen wir, wie Theseus im Himmel zusammen mit anderen Unsterblichen gegen Titanen kämpft. Zeus, wieder als alter Mann verkleidet, prophezeit ihm, dass er in die Fußstapfen seines Vaters treten wird.

    Mir wird gerade klar, dass Theseus eigentlich völlig überflüssig ist, weil der Krieg zwischen den Unsterblichen sowieso nicht verhindert wird.

    Wie gesagt, die Abweichung vom Mythos ist hier nicht so schlimm, da sie auch durchaus nachvollziehbar ist, da der Theseus-Mythos nicht so linear verläuft wie der des Perseus. Theseus begeht im Laufe seines Lebens mehrere Heldentaten, während Perseus vergleichsweise nur eine kleine Rundreise übernimmt. Ich hatte daher auch mehr ein Problem mit der Darstellung der Götter. Wir sehen mehrere, aber beim Namen werden nur drei genannt: Zeus, Athena und Poseidon. Die anderen, die wir im Laufe des Films sehen, sollen aber laut Wiki Ares, Apollo und Heracles sein. Mich stört einfach, dass sie nicht alle klare Attribute tragen um sie auseinander zu halten. Und okay, ich hätte auch gern gewusst, ob es noch mehr von ihnen gibt. Und wenn ja, wo waren sie, als die fünf von den Titanen überwältigt worden sind? So etwas stört mich eben. Einerseits soll ich glauben, dass das Ende der Welt hier verhindert werden soll, und dann stellen sich dem gerade mal fünf Götter obwohl es wahrscheinlich locker zehn Mal so viele sein könnten.

    Irgendwie fand ich die Beziehung zwischen Zeus und Athena merkwürdig. Es wirkte nicht wirklich wie eine Vater-Tochter Beziehung... Wobei ich es interessant fand, dass alle Götter jung und gutaussehend waren. In der Regel werden sie ja alle viel reifer dargestellt. Ich würde Luke Evans definitiv Liam Neeson vorziehen, lol. Oh, ich sehe gerade er spiele Apollo in Clash. O.o

    Lange Rede, kurzer Sinn, Immortals war okay. Aber eben nur okay, obwohl die Geschichte in den richtigen Händen sicher richtig gut hätte sein können. Schade.
    justamyth: (library)
    Meine "to-read" Liste auf Goodreads beträgt zur Zeit genau 115 Bücher. Es ist etwas unwahrscheinlich, dass ich diese jemals wirklich alle lesen werde, vorallem wenn ich in meinem derzeitigen Tempo weiter mache. (Ich habe in den letzten 8 Tagen gerade mal ca. 100 Seiten gelesen. Peinlich, peinlich.) Ein anderer Faktor ist, dass ich im Laufe der Zeit einfach das Interesse an dem einen oder anderen Buch verlieren werde. Ein weiterer sind einfach die verbundenen Kosten. Ich habe das Problem, dass ich so gut wie ausschließlich englische Bücher lesen möchte, die es in meiner örtlichen Bibliothek einfach nicht gibt, weil ich in Deutschland lebe. Natürlich gibt es auch fremdsprachige Bücher in deutschen Bibliotheken, allerdings dann meistens ältere und vorallem populäre Literatur. Harry Potter auf Englisch zu finden ist kein Problem, Nights of Villjamur dagegen dürfte sich als unmöglich herausstellen. Und eine Übersetzung mag ich einfach nicht lesen wollen. Lange Rede, kurzer Sinn, meine TBR Liste ist eigentlich (für meine Verhältnisse) sowieso schon zu lange, aber ich werde trotzdem einige Autoren auflisten, die ich irgendwann einmal lesen möchte und hoffentlich auch werde. Dabei handelt es sich ausschließlich um SF/F Autoren, weil es nun einmal meine Lieblingsgenre sind (wobei ich definitiv mehr SF lesen muss/will).

    - Alastair Reynolds, Sciene-Fiction, [Revelation Space]
    - Peter F. Hamilton, Science-Fiction
    - Guy Gavriel Kay, Fantasy
    - Daniel Abraham, Fantasy
    - R. Scott Bakker, Fantasy
    - Iain M. Banks, Science-Fiction
    - Peter V. Brett, Fantasy
    - Scott Lynch, Fantasy
    - Glen Cook, Fantasy
    - Robert E. Howard, Fantasy [Conan-Reihe]
    - Stephen R. Donaldson, Fantasy & Science-Fiction
    - Greg Keyes, Fantasy
    - Mark Charan Newton, Fantasy
    - Terry Pratchett, Fantasy
    - Brandon Sanderson, Fantasy
    - Dan Simmons, Science-Fiction
    - Tad Williams, Fantasy
    - Roger Zelazny, Fantasy & Science-Fiction

    So, ich glaube das war's. Die Autorenzahl ist recht überschaubar - gerade einmal 18 - aber viele haben natürlich Serien geschrieben, so dass sich die Zahl der Bücher locker verdreifachen lässt.

    Mir fällt gerade auf, dass das alles Männer sind. Yikes. Das könnte daran liegen, dass Fantasy-Autorinnen gerne klassischere und/oder romantischere Bücher schreiben. Siehe Hobb, Le Guin oder Marillier. Oder sie verknüpfen gerne Historie mit fantastischen (und romantischen) Elementen. Siehe Gabaldon oder Bradley. Tja, und mich interessiert nun eher epische, dunklere Fantasy und weniger klassische, romantische Fantasy.

    Profile

    justamyth: (Default)
    Just a Myth

    December 2012

    S M T W T F S
          1
    2345678
    9101112131415
    16171819202122
    23242526272829
    30 31     

    Syndicate

    RSS Atom

    Style Credit

    Expand Cut Tags

    No cut tags
    Powered by Dreamwidth Studios