Sun, Jan. 8th, 2012

justamyth: (books & tea)
Nachdem ich gerade in einem Blog gestöbert hatte, das sich passenderweise "Requires only that you hate" schimpft, ist mir aufgefallen, dass ich beim Lesen von Büchern auf so Dinge wie Rassismus, Homophobie oder Sexismus so gut wie gar nicht achte. Ich frage mich hinterher vielmehr ob die Geschichte spannend war, ob die Geschichte logisch war, ob ich die Motive der Charaktere nachvollziehen kann, etc.

Der Grund ist einfach: Ich tendiere nicht dazu über ein Buch lange nachzudenken, geschweige denn kritisch, sondern mir geht es in erster Linie um den Unterhaltungswert. Weswegen ich vielleicht auch etwas unbeabsichtigt darüber hinweg sehe, wenn ein Buch solch eine Problematik aufweist. Dazu kommt vielleicht auch, dass sich meine Erfahrungen mit Rassismus, Homophobie und Sexismus in Grenzen hält, d.h. dass ich persönlich noch nie darunter habe leiden müssen, weswegen ich eben wohl auch etwas unaufmerksam diesbezüglich bin.

Darum fiel mir eigentlich bisher auch nie auf, dass Dany (aus der ASOIAF-Reihe) irgendwie schon die weiße Retterin der unterdrückten Farbigen ist. Aus der Perspektive hatte ich das noch nie betrachtet, weil Dany in erster Linie eben Dany für mich ist, und nicht eine weiße, "arische" Frau. An das Aussehen von Charakteren denke ich meistens auch gar nicht, weil ich mir die Beschreibungen sowieso nie wirklich merke.

Etwas weniger verzeihlich ist, dass ich völlig ignoriert habe, wie problematisch es ist, dass Glokta (aus der First Law Reihe) am Ende Terez zum Geschlechtsverkehr mit ihrem Mann, dem König, zwingt indem er ihre Liebhaberin bedroht. Ich gebe zu, zunächst dachte ich mir halt, was soll er denn sonst machen, wenn sie dem König seine Erben verweigert? Aber zurecht wurde hier eben kritisiert, dass Terez als typische Männerhassende Lesbe dargestellt wird, und dass es völlig unrealistisch sei, dass sie sich nicht klüger anstellt, zumal davon auszugehen wäre, dass man sie von klein an auf ihre Rolle vorbereitet hat.

Insgesamt hat mich der Blog schon ins Grübeln gebracht, allerdings machte dessen Autor/in schon den Anschein, als hätte er/sie nichts besseres zu tun, als sich negativ über Bücher und Autoren auszulassen. Wohlgemerkt, dieser Eindruck ist bedingt dadurch, dass ich dort eben kaum was anderes gesehen habe. Ich habe mir auch nicht jede Seite angeschaut, aber die ersten drei reichten mir schon um zu dem Schluss zu kommen, dass der Verfasser des Blogs die meisten jüngeren Fantasybücher überhaupt nicht mag, und erst recht nicht deren Fans. (Außer natürlich Valente, von der ich ja auch endlich mal ein Buch lesen will. Ich will dafür nur keine 8-9€ ausgeben, schon gar nicht für ein gebrauchtes Buch.)
justamyth: (library)
Meine "to-read" Liste auf Goodreads beträgt zur Zeit genau 115 Bücher. Es ist etwas unwahrscheinlich, dass ich diese jemals wirklich alle lesen werde, vorallem wenn ich in meinem derzeitigen Tempo weiter mache. (Ich habe in den letzten 8 Tagen gerade mal ca. 100 Seiten gelesen. Peinlich, peinlich.) Ein anderer Faktor ist, dass ich im Laufe der Zeit einfach das Interesse an dem einen oder anderen Buch verlieren werde. Ein weiterer sind einfach die verbundenen Kosten. Ich habe das Problem, dass ich so gut wie ausschließlich englische Bücher lesen möchte, die es in meiner örtlichen Bibliothek einfach nicht gibt, weil ich in Deutschland lebe. Natürlich gibt es auch fremdsprachige Bücher in deutschen Bibliotheken, allerdings dann meistens ältere und vorallem populäre Literatur. Harry Potter auf Englisch zu finden ist kein Problem, Nights of Villjamur dagegen dürfte sich als unmöglich herausstellen. Und eine Übersetzung mag ich einfach nicht lesen wollen. Lange Rede, kurzer Sinn, meine TBR Liste ist eigentlich (für meine Verhältnisse) sowieso schon zu lange, aber ich werde trotzdem einige Autoren auflisten, die ich irgendwann einmal lesen möchte und hoffentlich auch werde. Dabei handelt es sich ausschließlich um SF/F Autoren, weil es nun einmal meine Lieblingsgenre sind (wobei ich definitiv mehr SF lesen muss/will).

- Alastair Reynolds, Sciene-Fiction, [Revelation Space]
- Peter F. Hamilton, Science-Fiction
- Guy Gavriel Kay, Fantasy
- Daniel Abraham, Fantasy
- R. Scott Bakker, Fantasy
- Iain M. Banks, Science-Fiction
- Peter V. Brett, Fantasy
- Scott Lynch, Fantasy
- Glen Cook, Fantasy
- Robert E. Howard, Fantasy [Conan-Reihe]
- Stephen R. Donaldson, Fantasy & Science-Fiction
- Greg Keyes, Fantasy
- Mark Charan Newton, Fantasy
- Terry Pratchett, Fantasy
- Brandon Sanderson, Fantasy
- Dan Simmons, Science-Fiction
- Tad Williams, Fantasy
- Roger Zelazny, Fantasy & Science-Fiction

So, ich glaube das war's. Die Autorenzahl ist recht überschaubar - gerade einmal 18 - aber viele haben natürlich Serien geschrieben, so dass sich die Zahl der Bücher locker verdreifachen lässt.

Mir fällt gerade auf, dass das alles Männer sind. Yikes. Das könnte daran liegen, dass Fantasy-Autorinnen gerne klassischere und/oder romantischere Bücher schreiben. Siehe Hobb, Le Guin oder Marillier. Oder sie verknüpfen gerne Historie mit fantastischen (und romantischen) Elementen. Siehe Gabaldon oder Bradley. Tja, und mich interessiert nun eher epische, dunklere Fantasy und weniger klassische, romantische Fantasy.

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