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Paperback, 391 Seiten
2009, Gollancz
Gelesen: 06.01.2012 - 16.02.2012

Wie schon bei Fudoki, habe ich ziemlich lange gebraucht, bis ich mich endlich dazu aufraffen konnte das Buch endlich fertig zu lesen. Auch hier liegt es nicht unbedingt an dem Buch, obwohl mich der Anfang jetzt nicht umgehauen hat. Insgesamt empfand ich das Buch ebenso als nichts Besonderes, wobei durchaus Potential besteht. Das Ungewöhnlichste war aber wohl, dass der Hauptprotagonist homosexuell ist, was ich nun wirklich nicht erwartet hatte, da man ja doch hauptsächlich daran gewöhnt ist, dass Homosexualität oft nicht existent zu sein scheint oder in als etwas Negatives dargestellt wird. Insofern war es ja mal schön etwas anderes zu lesen. Jedoch hätte ich mir dann doch mehr von der Handlung und den Charakteren erhofft.

Bei einem Umfang von knapp 400 Seiten ist The Steel Remains ja doch für das Genre recht kurz, da Fantasyromane oft gerne mehr als 700 Seiten umfassen, selbst wenn sie der erste Band in einer längeren Reihe sind. Auch bei diesem Buch handelt es sich um den Auftakt einer Trilogie, was die meiner Meinung nach zu knapp geratene Handlung etwas entschuldigt. Denn mal ehrlich, was passiert hier denn großartig?

Im Buch gibt es drei Erzählperspektiven. Zunächst ist da Ringil, ein noch recht junger Kriegsveteran, der zu Beginn des Buches in irgendeinem Dorf dahinvegetiert, bis seine Mutter auftaucht und ihn darum bittet eine Kusine aus der Sklaverei zu retten. Dann ist da Archeth, die nur halb Mensch ist, und als Beraterin eines Kaisers tätig ist. Schließlich haben wir dann noch Egar, der Stammesführer eines Nomadenclans ist. Die drei sind alte Freunde, leben aber in unterschiedlichen Gegenden zu Beginn der Handlung, bis sie am Ende schließlich wieder auf einander treffen.

Übrigens, während ich Archeths Auftauchen in Ennishmin nachvollziehbar fand, kann ich das nicht von Egars Erscheinen behaupten. In einer Szene wird er noch von einer Gottheit gerettet und in der nächsten ist er auf einmal genau in der Taverne, wo Ringil wieder auftaucht, um ihm auszuhelfen. Hier zeigt sich eben ganz gut, dass Ringil der Held der Geschichte ist und Archeth und Egar vor allem dazu dienen, diese voran zu treiben. Und dies ist auch weiterer Kritikpunkt, denn die Charaktere hätten insgesamt besser ausgearbeitet sein können.

Dann hat das Buch noch eine Problematik, die man ansprechen muss. Es ist auffällig, dass nur Männer Sex haben, dies besonders im Fall von Ringil auch detailiert beschrieben wird, während Archeth, als einziger weiblicher Hauptcharakter, nicht nur keinen Sex hat, sondern sich für die Gelüste, die sie einer Sklavin entgegen bringt sogar noch schämt. Es ist zwar beachtenswert, dass sie sich weigert sich sexuell an einer Sklavin zu vergreifen, aber man hätte ihr ruhig mal eine weibliche Gefährtin zur Seite stellen können.

Bewertung: 3.5/5

Goodreads: 3.65
Amazon: 3.6

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