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Paperback, 320 Seiten
2003, Tor
Gelesen: 30.12.2011 - 08.02.2012

Ich habe eine gefühlte Ewigkeit für dieses Buch gebraucht, nicht weil es schwierig zu lesen war, sondern weil ich wochenlang einfach keine Lust hatte überhaupt etwas zu lesen. Okay, ganz so stimmt das nicht. Der Anfang war schon irgendwie dermaßen unspektakulär, dass ich ein anderes Buch anfing, und dann erst fing meine Leseunlust an. Dann vor etwa einer Woche habe ich mich mal zum Lesen gezwungen, und als ich dann etwa die Mitte des Buches erreicht hatte, wollte ich es gar nicht mehr aus der Hand legen. Genau deswegen bekommt das Buch übrigens auch einen Bewertungspunkt abgezogen. Der Anfang war halt doch schon irgendwie langweilig. Sonst habe ich aber nichts zu beklagen.

Doch worum geht es eigentlich? Nun, kurz gesagt, handelt das Buch von Prinzessin Harueme, die kurz vor ihrem Umzug in ein Kloster, eine Geschichte über eine Katze erzählt, die ihr Zuhause und ihre Familie verliert und eines Tages in Menschengestalt aufwacht. Im Laufe der Geschichte stellt sich allerdings heraus, dass eigentlich Harueme die Heldin des Buches ist, denn wir erfahren mit der Zeit immer mehr von ihr und dem Leben, das sie geführt hat, und inwieweit sich ihre Erfahrungen in der Geschichte Kaguyas, der Katze, die zu einer Frau wurde, wiederspiegelt. In diesem Sinne ist das Buch sowohl eine Fantasygeschichte, als auch ein historischer Roman. Im Nachwort erklärt nämlich die Autorin, dass Harueme auf zwei japanischen Prinzessinnen des 12. Jahrhunderts basiert. Ich kenne mich in der japanische Geschichte nun überhaupt nicht aus, so dass ich nicht sagen ob hier eine akkurate historische Darstellung gegeben worden ist. Ich gehe davon aber mal aus. Dementsprechend finde ich gerade Haruemes Teil äußerst faszinierend.

Ich habe einige Rezensionen gesehen, die ein Problem hatten mit dem ständigen Wechsel zwischen Haruemes und Kaguyas Abschnitten. Ich hatte damit jedoch keine Probleme, weil zwischen Haruemes Erzählungen und den Ereignissen in Kaguyas Geschichten in der Regel immer eine Beziehung bestand. Wie gesagt, Haruemes Erfahrungen, aber auch ihre Träume und Wünsche, spiegelten sich eindeutig in Kaguyas Geschichte wieder.

Das Buch scheint übrigens nicht sehr bekannt zu sein, was ich sehr schade finde. Auf Goodreads finden sich gerade einmal 197 Bewertungen, Amazon.com gerade mal lächerliche 14.


Bewertung: 4/5

Goodreads: 4.19
Amazon: 4.6

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