justamyth: (library)


Paperback, 1231 Seiten
2007, Bantam
Gelesen: 11.04. - 18.04.2012

Bei Band 6 wurde mir das erste Mal klar, dass eine mehrmonatige Pause zwischen den Bänden keine so gute Idee ist. Erikson stopft einfach dermaßen viele Charaktere in seine Bücher, dass ich zu Beginn des Buches erst einmal Probleme hatte alle wiederkehrenden Charaktere richtig zu identifizieren. Mehr als einmal musste ich mich fragen, wer ist das nochmal?

Ich habe gerade auch Probleme mir die komplette Handlung des Buches ins Gedächtnis zu rufen. Grob weiß ich noch, was alles passiert ist, aber an die Einzelheiten kann ich mich schlecht erinnern.

The Bonehunters schließt sich an die Handlung von House of Chains an, d.h. wir befinden uns wieder in Seven Cities. Sha'ik wurde ja in dem Band besiegt, und nun machen sich die Malazanen zur Aufgabe, die Reste von Sha'iks Armee zu vernichten und wieder Ordnung nach Seven Cities zu bringen. Zudem begeben sich Heboric und seine Begleiter auf den Weg zur Otataral Sea, wo Heboric dem Jade Giganten etwas zurückgeben möchte. Außerdem haben wir ein Wiedertreffen mit einem alten Bekannten, nämlich Paran, der versucht sich in seiner neuen Rolle zurecht zu finden.

Nach dem Buch hatte ich zwei Fragen. Erstens, was zur Hölle sind eigentlich diese Jade Giganten? Zweitens, wie kann es eigentlich sein, dass Laseen so schnell "entmachtet" wird?

Ich muss zugeben, das Ende war sehr überraschend, aber eben auch deswegen, weil überhaupt nicht klar war, wie es überhaupt dazu kam, dass Mallick Rel sich so etablieren konnte.


Bewertung: 4/5

Goodreads: 4.34
Amazon: 4.1
justamyth: (books1)


Paperback, 960 pages
2007, Tom Doherty Associates
Gelesen: 06.03.12 - 11.04.12

Ich glaube, Erikson ist der einzige Autor, der nach fünf fetten Büchern sich einfach mal dazu entscheidet, nicht nur mal eben den Kontinent zu wechseln, sondern auch noch völlig neue Charaktere einführt UND die komplette Handlung des Buches vor die des ersten Bandes setzt.

Auch nachdem ich das Buch gelesen hatte, wusste ich immer noch nicht genau, wie es zeitlich einzuordnen ist. Ich kann nur sagen, dass es einige Jahre vor Gardens of the Moon spielt, und gewissermaßen Trull Sengars Herkunft erzählt. Aber nicht nur, natürlich. Die Stadt Letheras und ihre Bewohner spielen ebenso eine große Rolle, wie Trull und die Tiste Edur.

Ich muss zugeben, dass ich mich stellenweise durch das Buch kämpfen musste. Als ich dann aber das Ende erreicht hatte, hätte ich am liebsten gleich Reaper's Gale gelesen, da wir erst dort wieder nach Letheras zurückkehren.

Die besten Charaktere des Buches waren übrigens Tehol und Bugg.

Von den Tiste Edur war ich etwas... enttäuscht? Ich weiß nicht, was ich erwartet hatte, aber nicht, dass sie im Prinzip wie Menschen sind, nur eben mit grauer Haut.


Bewertung: 4/5

Goodreads: 4.28
Amazon: 4.1
justamyth: (books & tea)


Paperback, 1040 Seiten
2007, Tor
Gelesen: 06.12. - 14.12.2011

Also erst einmal muss ich festhalten, dass ich mit dem Buch die 10.000 Seiten dieses Jahr doch noch geknackt habe. Juhu! Zweitens ist mir aufgefallen, dass die letzten sieben Bücher irgendwie alle so durchschnittlich (und in einem Fall schlecht) waren. Jedenfalls hatte ich bei keinen der sieben den Wunsch, das Buch möge noch nicht aufhören. So ging es mir aber bei House of Chains, wo ich noch locker ein paar hundert Seiten hätte weiter lesen können, und dabei ist das schon über 1000 Seiten fett. (Gut, im Prinzip kann man das ja auch, wenn man die Fortsetzungen liest.) Und eben genau das ist es eben, was ein richtig gutes Buch aus macht. Sicher, wenn ich intensiv darüber nachdenken würde, würden mir bestimmt so einige Makel auffallen, aber fakt ist, es hat insgesamt riesigen Spaß gemacht das Buch zu lesen. Genau das will ich auch von einem Buch.

House of Chains ist der vierte Band in der Malazan-Reihe, aber im Prinzip keine direkte Fortsetzung des vorherigen Buches. Der erste Teil des Buches lässt chronologisch etwa 3 Jahre vor das Ende von Deadhouse Gates setzen, und damit auch ein paar Wochen oder Monate vor Gardens of the Moon. Dieser Teil erzählt die Geschichte von Karsa Orlong, der noch eine wichtige Rolle in den restlichen Bänden spielen wird, wie ich vermute. Wir begleiten hier Karsa auf seiner Reise vom Norden Genabackis bis nach Seven Cities, und ich muss schon sagen, dass ich sehr begeistert davon war wie gewisse Ereignisse hier ein paar Dinge aus Deadhouse Gates erklären. Es hat auch etwas gedauert bis ich geschnallt habe, dass wir Karsa Orlong bereits begegnet sind! Nachdem Karsas Vorgeschichte abgeschlossen ist, geht es sozusagen im Programm weiter, und die Ereignisse von Deadhouse Gates werden fortgesetzt. Heißt das, man könnte Memories of Ice überspringen? Nicht wirklich, denn hier und da werden durchaus Referenzen zu den Geschehnissen in MoI gemacht, die einem vorallem dessen Ende nur verderben würden.

Am besten an diesem Band hat mir die mythologische Erweiterung der Welt gefallen, die immer noch viel Rätsel aufgibt. Hier wird (glaube ich) zum ersten Mal explizit erwähnt, dass die Menschen von den T'lan Imass abstammen sollen, und zwar ausgerechnet von Kilava, der Schwester von Onos T'oolan, die sich ja dem Ritual verweigert hat. Auch wurde hier extrem angedeutet, dass Icariums Mutter wohl eine Thelomen Toblakai war, da gesagt wurde, dass Jhag eine Kreuzung zwischen Jaghut und Toblakai sind. Des Weiteren wurden vier neue Rassen vorgestellt. So begegen wir diesmal lebenden Tiste Edur, aber auch den Tiste Liosan, einer Fokrul Assail und den Eres.
Die Edur und Liosan sehen im Prinzip wie die Andii aus, nur eben mit grauer bzw. weißer Haut, womit alle drei ihre Warren repräsentieren: Dunkelheit, Licht und Schatten. Die Beziehungen dieser Warren untereinander ist auch ein Thema in dem Buch, wobei deren Bedeutung noch vage bleibt. Die Existenz der Fokrul Assail wurde in einem vorherigen Buch bereits angedeutet, wobei dort eher der Anschein erweckt worden ist, dass diese Rasse ausgestorben sei. Das dies nicht der Fall ist, war wenig überraschend, dachte bzw. denkt man ja Ähnliches von den Jaghut.
Das Auftauchen der Eres stimmt mich nachdenklich, und ich frage mich ob dieser eine Parallele zum Homo Erectus sein soll, was allerdings wenig Sinn macht, denn die T'lan Imass sollen ja die Vorfahren der Menschen sein, und somit müssten sie eigentlich eine Parallele zum Homo Erectus sein. Hm, es bleibt abzuwarten ob wir noch mehr darüber erfahren.

Ich muss sagen, insgesamt fand ich das Buch besser als Memories of Ice, obwohl die Handlung hier weniger beeindruckend war. Aber kann man echt erwarten, dass jedes Buch epischer wird als das vorherige? Nein, ich denke das ist unrealistisch, und ich will das eigentlich auch gar nicht, weil es dann irgendwann zu absurd wird. Ich fand das Ende auch nicht wirklich antiklimaktisch, weil ich die 10 Bände als EINE Geschichte ansehe, und auch nicht bezweifle, dass das Ende noch folgenreiche Konsequenzen haben wird sobald Tavore klar wird, was sie da getan hat. Apropos Tavore, ich hätte mir irgendwie gerne mehr Einblick in ihre Gedanken gewünscht, vorallem wie sie auf die verrückte Idee gekommen ist, es wäre okay ihre kleine Schwester in die Gefangenschaft zu schicken. Oder vielmehr wie sie glauben konnte, dass das gut gehen konnte? Einerseits ist das Ganze ja unglaublich tragisch, andererseits hat sie es aber auch verdient.

Was ich zum Schluss noch sagen muss: Ich würde mir wünschen, dass die sexuelle Gewalt zum Zweck der Charakterentwicklung gerade bei den Frauen vermindert wird. Wir hatten hier nämlich schon wieder zwei weibliche Charaktere, die dieser zum Opfer gefallen sind. Wenn ich richtig zähle, sind wir damit bei fünf Frauen (Felisin, Stonny, Minala, Felisin Younger, Scillara) denen derartige Gewalt angetan worden ist, und die sich daraufhin entsprechend entwickelt haben. Naja, ich weiß nicht ob das sein muss.

Bewertung: 5/5

Goodreads: 4.27
Amazon: 4.2
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Paperback, 944 Seiten
2006, Tor Fantasy
Gelesen: 13.07. - 06.10.2011

Der dritte Band in der Malazan Reihe. Theoretisch hatte ich das Buch bereits im Juli angefangen, aber dann ist die Uni dazwischen gekommen, und letztlich habe ich gut 60% des Buches in den letzten 7 Tagen gelesen.

Ich muss sagen, dass ich Band 2 besser fand, vorallem weil das Tempo wesentlich besser war. Zudem spielten dort weniger Charaktere eine Hauptrolle, so dass es einfacher war den Überblick zu behalten.

Zunächst was mir nicht gefallen hat: Hauptsächlich die Mhybe-Handlung. Oder vielmehr deren Länge, wenn man bedenkt, dass die Mhybe größtenteils damit beschäftigt war ihre Situation zu beklagen sowie unbegründete Ängste zu äußern. Auf Dauer hat mich das genervt. Zum Glück waren ihre einzelnen Passagen relativ kurz, sonst hätte ich sie vermutlich übersprungen.

Coll, Murillio, Bauchelain und Korbal Broach waren relativ überflüssig. Die ersten beiden waren nur in der Geschichte um die Mhybe in Capustan zu verstecken, was sich letztlich sowieso als unnötig erwies. Und die letzten beiden hätte man gut und gerne weglassen können. Außer sie sollten sich noch als wichtig für die weitere Handlung erweisen....

Das Tempo. Oder vielmehr mir fehlte die Dringlichkeit, die ich im zweiten Buch gefühlt habe während der Chain of Dogs Handlung, und das obwohl sowohl Capustan als auch Dujeks Armee in Coral drigend Hilfe gebraucht hätten. Ein paar Seiten weniger hätten auch nicht geschadet.

Nicht genug Rake, zumal seine Abwesenheit gegen Ende nicht ganz so nachvollziehbar war. Das Gleiche lässt sich eigentlich auch über Caladan Brood sagen, der sich natürlich praktischerweise dafür entscheidet langsamer auf Coral zu marschieren als die Malazans und er sowie seine Armee fehlten dann im entscheidenden Moment.

Besonders gefallen hat mir glaub ich, dass Paran und Quick Ben hier wesentlich sympathischere Charaktere waren. Ich wusste nicht so recht was ich von den beiden im ersten Buch halten sollte, daher war es eine angenehme Überraschung, dass Erikson sie hier weiter entwickelt hat.

Überraschend fand ich auch Whiskeyjacks Tod. Ich hatte erwartet, dass Itkovian stirbt, aber nicht Whiskeyjack. Zumindest noch nicht.

Neben den Abenteuern von Paran und Quick Ben, gefiel mir auch besonders die Handlung um Toc the Younger. Die Seguleh waren irgendwie cool. Hoffentlich sehen wir sie mal wieder.

Verwirrt hat mich, dass Tool am Ende wieder sterblich war. Oder zumindest aus Fleisch und Blut. Dazu gab es nun wirklich keine Erklärung.

Ich fand auch gut, dass hier nicht das typische "Die Guten töten die Bösen" Muster durchgezogen wurde, sondern dass z.B. Pannion eine zweite Chance bekommen hat, zumal er durchaus auch ein Opfer hier war. Und dass man ihn verschont hat war ja auch nicht ganz ohne Hintergedanken.

Bewertung: 4/5

Goodreads: 4.39
Amazon: 4.3
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Paperback, 608 Seiten
2005, Tor Books
Gelesen: 25.06. - 12.07.2011

Deadhouse Gates ist (mehr oder weniger) die Fortsetzung von Gardens of the Moon. In vielen Reviews lässt sich lesen, dass der zweite Band wesentlich besser sei, und worauf auch immer wieder hingewiesen wird, wann immer ein Kritiker meint, er fände GotM nicht gut.

Müsste ich mich entscheiden, würde ich durchaus zustimmen, dass DG besser ist, allerdings hat es den Vorteil, dass der Leser inzwischen wesentlich mehr über die Welt der Malazanen weiß, als dies noch zu Beginn von GotM der Fall war. Hinzu kommt, dass in DG weniger Charaktere als Erzähler fungieren, was, wie ich glaube, es einfacher macht der Geschichte zu folgen.

DG ist keine direkte Fortsetzung, da die Ereignisse zwar chronologisch nach GotM spielen, aber eben auf einem anderen Kontinent und mit zahlreichen neuen Charakteren (außer den vier, die am Ende von GotM davon gesegelt sind).

Was bzw. wer mir in DG gar nicht gefiel, war Felisin. Ich fand ihren Wandel von Felisin zu Sha'ik völlig unglaubwürdig. Dies war gerade auffällig, da sie eine von den erzählenden Charakteren ist. Ich hatte das Gefühl, auf der einen Seite war sie noch die bittere, bösartige Felisin und auf der nächsten... plötzlich eine völlig andere Person.

Am meisten berührt hat mich Coltaines Ende oder eigentlich überhaupt die ganzen Ereignisse um die "Chain of Dogs". Das war mit Abstand der beste Teil des Buches und auch der Grund, warum ich DG für etwas besser halte als GotM. Die anderen Teile dagegen hatten sowohl ihre Höhen als auch einige Tiefen.

Bewertung: 4.5/5

Goodreads: 4.26
Amazon: 4.2
justamyth: (Calm the fuck down)


Paperback, 666 pages
2005, Tor Fantasy
Gelesen: 12.05.-24.06.2011

Ich bin froh, dass ich erst jetzt auf diese Serie gestoßen bin, da der letzte Band letztes Jahr erschienen ist. Wenn ich daran denke, dass meine Lieblingsfantasyreihe (A Song of Ice and Fire) immer noch nicht beendet ist und eventuell niemals ein Ende finden könnte (der gute Herr Martin ist nämlich schon 62 und wenn er in dem Tempo so weiter macht wie bisher, sehe ich schwarz).... Herr Martin könnte sich definitiv mal ein Beispiel an Herrn Erikson nehmen. Dieser begann 1999 mit seinem Epos, welches er 2010 mit Band 10 abschloss. Das ist richtig, zehn Bände in 11 Jahren! Herr Martin schafft ja dagegen gerade mal die Hälfte in 15 Jahren.... Aber genug zu Herrn Martin.

Ich glaube, Gardens of the Moon (GotM) ist ein Buch, das man entweder liebt oder fluchend in die Ecke wirft. Hier wird nämlich fast gänzlich auf Exposition verzichtet und stattdessen wird man in die Welt von Malazan hineingeworfen und dann kann man sehen wie man kommt. Nagut, vielleicht nicht ganz so dramatisch, aber man muss sehr viel Geduld mitbringen und es bleibt einem nichts anderes übrig, als weiter zu lesen um mehr über diese Welt zu erfahren, nur um dann allerdings festzustellen, man hat noch lange nicht alles kennengelernt (aber dafür sind ja die anderen neun Bücher da).

Aber um was geht es eigentlich? Nun, es scheint darum zu gehen, dass das Malazan Reich den Kontinent Genabackis erobern möchte und das mehr oder weniger erfolgreich. Zu Beginn des Buches gelingt es den Truppen von Malazan (unter extremen Verlusten) die Stadt Pale einzunehmen. Das nächste Ziel heißt dann: Darujhistan. Zur Vorbereitung auf eine Invasion werden die sog. Bridgeburner dorthin geschickt. Und mehr will ich auch nicht verraten, (denn vieles ist nicht so wie es scheint) außer vielleicht noch, dass in Darujhistan sich die zentrale Handlung des Buches abspielt.

Der vielleicht etwas schwache Punkt des Buches waren mitunter die Charaktere. Während ich die Welt an sich extrem interessant und die Handlung spannend fand, waren die Charaktere längst nicht so faszinierend.

Ich würde das Buch jedem empfehlen, der nicht so auf klassische Fantasy steht und es lieber etwas pessimistischer mag, wie etwa in George R. R. Martin's A Song of Ice and Fire. Denjenigen erwartet dann auch eine komplexe Welt, in der es viel zu entdecken gibt.

Bewertung: 4/5

Goodreads: 3.86
Amazon: 3.7

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